Grundschule im Südsudan

Der Zugang zu Bildung ist im Südsudan nicht selbstverständlich. So können nur rund 27% der Erwachsenen lesen und schreiben und nur 42% der Kinder besuchen die Grundschule. Vor allem Mädchen wird der Schulbesuch verwehrt, weil sie im Haushalt helfen oder auf die jüngeren Geschwister aufpassen müssen. 

Aufgrund des extremen Mangels an Schulen hat unser Projektpartner, die Vincent de Paul Society Juba, 2010 mit dem Aufbau einer Grundschule in einem Vorort der Hauptstadt Juba begonnen. Finanziert wird die Schule hauptsächlich durch Spenden aus dem Ausland, die Lehrer arbeiten ehrenamtlich. Derzeit umfasst die Schule 7 Klassen und wird von 458 SchülerInnen im Alter zwischen 6 und 17 Jahren besucht. Zusätzlich gibt es am Areal auch  3 Kindergartengruppen mit 177 Kindern. Schulbesuch und Schulbildung bieten nicht nur den Kindern eine Chance auf eine bessere Zukunft, sondern tragen auch langfristig zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung des Südsudans bei.

In Zukunft sind die professionelle Renovierung und der Ausbau bereits bestehender Klassen geplant. Mit Hilfe von Spenden soll Stück für Stück an der Verbesserung der Klassen gearbeitet, sowie neue Schulmaterialien und zusätzliche Tische und Stühle angeschafft werden. Auch soll bald eine Schuljause für die Kinder und Lehrer angeboten werden, da viele Kinder meist erst am Abend daheim das erste Mal etwas zu essen bekommen. Ausreichend Nahrung ist wesentlich für die Steigerung der Konzentration und des Lernerfolges.